Moin, Moin,

erinnert sich jemand an Ingbert Liebing? Der war bis vor 3 Monaten der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen CDU. Seit Ende Oktober hat sich jetzt  Daniel Günther auf Herrn Liebings Posten breit gemacht und versucht sich als Konkurrenz zum Landesfürsten Torsten Albig zu profilieren. Egal um welches Thema es geht: Laut hektisch plustert sich Günther auf und versucht aus jedem Thema einen politischen Skandal zu machen - im Unterschied zu Herrn Kubicki fehlt ihm aber komplett jeder Sinn für Ironie und Feingeistigkeit und leider auch der Sachverstand des Piratenparteisprechers Dr Patrick Breyer. Egal welche Sau durchs Dorf getrieben werden soll - Daniel Günther ist immer vorne weg und vergisst dabei, dass wir in Schleswig-Holstein ein wenig anders ticken: Jenseits der Elbe wird uns Norddeutschen ja oft eine gewisse Bräsigkeit vorgeworfen. Tatsächlich verbirgt sich dahinter ein ganz symphatischer Charakterzug der Landsmannschaft, der am schönsten durch das Motto „Erst denken, dann reden!“ verdeutlicht wird.
Ralf Stegner, Fraktionschef der SPD, ist nun wahrlich nicht mein bester Kumpel, aber im Gegensatz zu Herrn Günther und Herrn Gabriel ist er nicht versucht, sich jeder verqueren Stimmungslage des Wahlvolkes anzubiedern. Bestes Beispiel: Abschiebungen nach Afghanistan


Wir rufen uns mal kurz ins Gedächnis: Deutschland ist die erfolgreichste Wirtschaftsnation der Welt, wir sind eines der reichsten Länder (auch wenn der Reichtum tendenziell unglücklich verteilt ist), der Bundeshaushalt hat im vergangenen Jahr einen 7 Milliarden Überschuss erwirtschaftet, selbst der Landeshaushalt von Schleswig-Holstein schloss mit einem Millionen-Plus. Interessant auch, die HSH-Bank-Verluste, die von den Steuerzahlern übernommen werden müssen, belaufen sich vermutlich auf 16 Milliarden Euro. Interessant auch: Die Zahlen liegen noch nicht endgültig vor, aber 2016 sind höchstwahrscheinlich nur 200.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen - nach gut 890.000 in 2015 - wäre damit selbst die von der CSU geforderte Obergrenze eingehalten und nur die Hälfte der benötigten Zuwanderung erreicht, die Deutschland braucht um Arbeit, Wohlstand und Wachstum angesichts des demografischen Wandels zu garantieren.
Geld ist also wahrlich genug da - trotzdem gibt es eine Stimmung in der Bevölkerung  - Kollege Günther natürlich fröhlich mittenmang - auch jenseits der AFD und anderer Neonazis, dass jetzt aber jeder abgelehnte Asylbewerber auch sofort abgeschoben werden müsste. Wie  angenehm aufrecht und sachlich positioniert sich da zum Glück unsere Landesregierung:
Es gebieten nicht nur Anstand, Menschlichkeit und Gewissen, dass man Menschen, auch wenn Sie formal, die Kriterien offizell Asyl zu bekommen, nicht erfüllen, nicht in Kriegsgebiet, in Hunger und Not abschiebt - das ist bei uns Rechtslage!

Könnte Daniel Günther sich nicht als tugendhafter Kämpfer für Mitgefühl und Barmherzigkeit -angeblich die urchristliche Werte - im Wahlkampf positionieren?


See you….

J. Stoeckicht
für das After Dark-Team

mitteilen




 
nach oben