Buchbesprechungen

Martin Walser - Ein liebender Mann. Ein sterbender Mann. 2 Romane

Der 73-jährige Geheimrat Goethe liebt die junge Ulrike von Levetzow. 54 Jahre trennen die beiden, aber Goethe sagt sich: „Meine Liebe weiß nicht, dass ich über siebzig bin. Ich weiß es auch nicht.“ Martin Walsers Buch „Ein liebender Mann“, der Roman über Goethes letzte Liebe, wurde in der Presse gefeiert als „flammender Text“, als „Blickfeuer“ und „Herzensbuch“. 2016 hat er in „Ein sterbender Mann“ sein fulminantes Gegenstück gefunden: den Roman eines Verrats, einen Roman der hellsten Dissonanz. Derjenige, um den es hier geht, ist Theo Schadt, der nicht mehr leben will. Beruflich ruiniert sitzt er an der Kasse im Laden seiner Ehefrau, als ihn ein Lichtblitz trifft. Ein Blick. Eine Begegnung. Und diese Erfahrung: Je näher du dem Tod bist, desto schöner ist es zu leben.

rowohlt 2017, 512 S., 20 Euro

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