Buchbesprechungen

Ilona Jeger– Und Marx stand still in Darwins Garten

Ullstein 2017, 288 S., 20 Euro

England, 1881. Zwei bedeutende Männer leben nur wenige Meilen voneinander entfernt: Charles Darwin in Kent und Karl Marx in London. Beide haben mit ihren bahnbrechenden Werken die Welt für immer verändert. Beide wissen es und sind stolz darauf. Und doch sind sie schlaflos und melancholisch. Darwin hat den Schöpfer abgeschafft, fühlt sich missverstanden und forscht inzwischen still am Regenwurm. Marx grollt der Welt, wartet ungeduldig auf ein mutiges Proletariat, das den Kapitalismus hinwegfegt und verzettelt sich beim Schreiben. Eines Abends begegnen sich die beiden zum ersten Mal, es kommt unausweichlich zum Streit. Dennoch haben der großbürgerliche Naturforscher und der ewig klamme Revolutionär mehr gemeinsam, als sie sich eingestehen wollen. (hw)

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