Buchbesprechungen

Fernando Aramburu – Patria

Rowohlt Verlag 2018, 768 S., 25 Euro

Rote Brigaden in Italien, die RAF in Deutschland, die IRA in Irland und die ETA in Spanien, genauer im Baskenland – der Terrorismus überzog Europa in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. In seinem meisterhaften Roman zeigt Aramburu exemplarisch anhand der ETA, wie viel individuelles Leid auf allen Seiten, ob Opfer, Täter, Angehörige, Freunde oder auch scheinbar Unbeteiligte, der Terrorismus gebracht hat. Nackte Zahlen können erschrecken, aber erst diese lesend erlebbare Darstellung der persönlichen Verletzungen macht dieses wirklich nachvollziehbar und lässt einen erschauern. Dass der Roman dazu ein Stück große Literatur ist, gerät dabei fast zur Nebensache. (hb)

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