Mai 2017 - Börbels Welt

Wie wichtig es ist, wählen zu gehen, zeigt sich erneut links und rechts vom Nord-Ostsee-Kanal. Nachdem der Präsi der USAner das erste mal ein bisschen Krieg machen durfte, gab er flott ein Interview bei seinem Stammsender FOX, wo er erzählt, wie es so war, das erste Mal mit Raketen und Bomben zu spielen.

„Wir feuerten 59 Raketen in Richtung Irak ab!“ Und im gleichen Atemzug „Ich saß an dem Tisch, wir waren gerade mit dem Abendessen fertig und hatten Dessert – es war das wunderschönste Stück Schokoladenkuchen, das Sie je gesehen haben!“. Gut. Er hat zwar Syrien mit dem Irak verwechselt, aber immerhin wusste er noch jedes Detail vom Schokoladenkuchen. Und ja nu, irgendwo werden die Raketen schon hingeflogen sein. Nordkorea, Mond, Pimmelkirchen. Irgendwer mit nem Bart und ner Kalaschnikow wird schon da rumstehen.
Apropos. Man kann ebenso eine böse böse Drohung nach Pjöngkang in Nordkorea schicken und einen riiiesig großen Flugzeugträger inklusive Verband senden, nachdem der Nordkoreanische Mops mit der Mimik einer alten Küchenfliese mal wieder mit seinen sich selbst zerstörenden und maximal 3 Mal um die nächste Düne fliegenden Atomraketen gedroht hat. Irgendwann fragte sich dann aber der eine oder andere, wo der Pott wohl bleibt. Die USS Carl Vinson ist versehentlich aber nach Australien geschippert. Vermutlich, um noch ein paar Cocktails zu schlürfen und sich auf‘s Surfbrett zu schwingen. Man weiß es nicht, vielleicht sind sie ja auch mittlerweile mal am eigentlichen Ziel angekommen. Was´n Chaos. Aber was will man auch von einem Präsidenten erwarten, der im Wahlkampf am 08.08.2016 rausposaunt: „Ich werde für euch arbeiten. Ich werde keine Zeit haben, Golf zu spielen, glaubt mir!“ - Und dann nach 80 Tagen im Amt seine 16. Golfpartie als US-Präsident spielt. Die türkischen Bürger hingegen haben nun auch ihre Stimme abgegeben, bekommen sie nun aber auch wohl nicht wieder.
Wäre wohl nicht so knapp gewesen, wenn die Wahlen dort wirklich demokratisch gelaufen wären und nicht Zehntausende Gegner ohne Anklage im Gefängnis sitzen würden. Aber zum Vorurteil, hierzulande hätten ALLE Türken für eine drohende Diktatur mit Todesstrafe gestimmt: In Deutschland leben laut statistischen Bundesamt 3,5 Millionen türkischstämmige Menschen insgesamt. Es gibt davon in Deutschland 1,5 Millionen Menschen mit türkischem Pass. Davon haben nur knapp die Hälfte an der Wahl teilgenommen, da der Rest sich zum Großteil nicht mehr mit innertürkischen Dingen befasst. Also bleiben 750.000 Türkischstämmige, von denen 60% für Erdogan gestimmt haben. Sind 450.000 Menschen.  Also: 450.000 von 3,5 Millionen sind dann am Ende 13%, die schlussendlich für Erdo‘s Verfassungsreform votiert haben.
Wo wir gerade bei voreiligen Schlüssen sind: Zum an die Stirn klatschen war nämlich auch wieder das, was in Deutschland nach dem Bombenanschlag auf den Bus vom BVB Dortmund losgetreten wurde. Die heimischen Möchtegern-TKKG Ermittler hatten sich sofort wieder auf ihre Zielgruppe losgeschossen, anstatt mal jeden Ermittler seine Arbeit machen zu lassen und die Füße still zu halten. Da ist der Gesellschaft zum immer größer werdenden Teil anscheinend etwas in der Kinderstube verlorengegangen. Am Ende war‘s jemand, der mit Aktienspekulation das große Geld machen wollte. Da waren die vorher sehr präsenten, einzelligen Ermittler auf einmal wieder sehr still. Da musste auch die AfD die üblichen Bildchen wieder löschen, mit denen man mal wieder auf den üblichen Stimmenfang gehen und von Sekunde eins alles für ihre politischen Zwecke missbrauchen wollte. Abgrund kann so knapp sein. Brexit knapp 50%, US Wahl knapp 50%, Türkei Referendum (vermutlich...) knapp 50%.
Aus all diesen Gründen ist es wichtig, dass sich jeder mal mit seiner Heimat beschäftigt und am 07. Mai zur Landtagswahl Schleswig Holstein sowie zur Bundestagswahl am 24. September geht. Wirklich jede S***** Stimme zählt und ändert etwas!

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