März 2017 - Börbels Welt

Eigentlich will man ja kaum noch drüber schreiben, aber genau das wäre wohl genau der Fehler. Trumpistan wo man hinschaut. Der neue USAner Präsi machte nun bereits den dritten Ausflug nach Mar-a-Lago innerhalb von gerade mal vier Wochen. Sein Familienhaufen macht bereits kostspielige Reisen nach Dubai, die Unterbringung seiner Frau nebst Sohn ist auch ein Schnapper.

Kostet mal eben eine halbe Million Dollar pro Tag(!). Barack Obama kam in acht Jahren auf Reisekosten von 98 Millionen Dollar. Trump dürfte das also locker in 8 Wochen geknackt haben. Alle Achtung.
Diese Abwesenheiten werden aber auch gut mit dem einen oder anderen (eher hundertsten) Fauxpas gefüllt. Entweder erfindet seine Beraterin Kellyanne Conway („Alternative Fakten“…) mal irgendein Massaker, welches es nie gegeben hat, oder Trump selber haut einen raus. „Das, was gestern Nacht in Schweden passiert ist“ hat auch in Schweden noch keiner so richtig rausbekommen. Köttbullardiebstahl? Nackte Hintern beim Saunabesuch? Erst war’s witzig, aber schon tauchten die Trolle wieder auf und verbreiteten erlogene Stories über vermeintlich wahre Übergriffe. Ich check‘s nicht.
Wenn sein Vorgänger sich nur einen einzigen Fehltritt in dieser Art geleistet hätte, gäbe es einen Skandal sondergleichen. Die Blitzbirne Trump hingegen haut quasi mittlerweile stündlich solchen gefährlichen Schmu raus. Die Sängerin Madonna beleidigen zum Beispiel.
Vielleicht soll das auch von all den gerade zurückgezogenen Regulierungen in Sachen Umweltschutz und Waffenrecht ablenken, die unter Obama auf den Weg gebracht wurden. Ebenso ist die Gesundheitsversorgung wieder auf dem Weg ins Mittelalter. Das kann man hierzulande noch nicht behaupten, auch wenn man sich des Öfteren schon mal an den Kopp fassen muss.
Ebenso kann man einen Hals bekommen, wie viele mittlerweile unnötig den Notarzt rufen, nur weil ein Termin beim Facharzt zu lange dauert und nicht bei einem Arzt warten wollen. So kommt es, dass einige Spezialisten bei Nasenbluten oder leichten Kopfschmerzen die 112 wählen, obwohl nicht gerade Gefahr für Leib und Leben besteht, während andere gerade wirklich mit dem Sensemann rangeln und sich hinten anstellen müssen, da einem Kind ne Buddel Ketchup vor dem Gesicht explodiert ist und dessen Helikopter Eltern gleich eine Hundertschaft Einsatzkräfte losgetreten haben. Vielleicht kann man denen solch einen Einsatz wie in den Vereinigten Trumpiraten ja auch mal in Rechnung stellen.
Einen Notarzt benötigen übrigens auch die, die tagtäglich in der Stadt stehen und Möwen füttern. Im Ernst: Möwen?! Da wird dann auch mal die Omma beobachtet, die den Biestern nen 5 Kilo Pott alte Nudeln vor den Schnabel kippt. So isses dann auch kein Wunder, dass mittlerweile Schäferhund-große Seemöwen in Neumünster ansiedeln und die erste Generation heranwächst und noch nie ein Meer gesehen hat, geschweige denn sehen wird.
Ich glaube, auf dem hiesigen Teich leben mittlerweile alle Arte, die es gibt. Die größten davon schnappen einem im Vorbeiflug auch den größten Jumbodöner mit einem Happs aus der Hand und bombardieren mit ebenso großen weißen Haufen die Fußgänger. Die Enten haben eh kaum noch eine Chance, sich in dem weiß-grauen Gewusel durchzusetzen und deren Küken werden von den fliegenden Ratten auch sofort erledigt. Alles schon beobachtet.
Da frag ich mich, wann die Stadt da mal einschreiten wird, denn sonst sitzen die Viecher auch bald IM Rathaus, wenn ich mir die Flugsaurier da draußen so anschaue. Aber da man es ja nicht mal auf die Reihe bekommt, einmal pro Woche mit ner ollen Nussschale den Müll aus den Ecken zu fischen, dürfte der Antrag für ein „Möwen bitte nicht füttern“ oder „Jeden ersten Freitag 19 bis 20 Uhr Jagdsaison“ Schild ein paar Jahre in Anspruch nehmen. Vielleicht kann man sich ja auch ein paar hungrige Seeadler ausleihen…

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