Aus der Region

Was treiben die Deutschen in Afrika?

Seit dem 19. April ist im Landesarchiv im Schleswiger Prinzenpalais eine vielfältige Ausstellung zur Kolonialgeschichte zu sehen. Fotografien und Dokumente aus dem Bundesarchiv zeigen die Beziehungen zwischen Deutschland und Kamerun seit den 1880er-Jahren und bis in die jüngste Vergangenheit. Kamerun war von 1884 bis 1916 eine deutsche Kolonie. Das Ende der deutschen Kolonialherrschaft bedeutete jedoch nicht das Ende der wechselseitigen Beziehungen. Auch in der Zwischenkriegszeit siedelten Deutsche in Kamerun. Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland verfolgten unterschiedliche politische Ziele gegenüber Kamerun. Die Fotos und Dokumente aus dem Bundesarchiv ermöglichen teils überraschende Einblicke in friedliche und konfliktbeladene Begegnungen von deutschen Kaufleuten, Missionaren, Kolonialbeamten, Pflanzern und Politikern mit kamerunischen Bauern, Händlern, Arbeitern, Sultanen und Staatsoberhäuptern.
Im zweiten Teil der Ausstellungsführung wird Schleswig-Holstein in den Fokus genommen. Denn auch hier lassen sich Spuren der kolonialen Vergangenheit finden, etwa in Akten zur Kolonialen Frauenschule in Rendsburg oder in Nachlässen von Soldaten der sogenannten Schutztruppen.
Der Eintritt ist frei.
bis 14.12., Mo-Fr 8.30-17 Uhr, Prinzenpalais Schleswig, Gottorfstraße Ecke Brockdorff-Rantzau-Straße, Öffentliche Führung am 16. November


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