Aus der Region

Peter F. Piening – augenscheinlich

Peter F. Piening ist vielen Norddeutschen ein Begriff als der weltbeste Laubsäger, bekannt für seine hintersinnigen Wandobjekte und seine begehbaren Rauminstallationen aus Holz. Seit anderthalb Jahrzehnten begrüßt sein hölzernes Alter Ego als Verkäufer in seinem Kiosk die Flensburger Museumsbesucher. Doch die aktuelle Ausstellung auf dem Museumsberg Flensburg ist mehr als eine Schau seiner neuesten Werke: Fünf Jahrzehnte umfasst die Retrospektive, beginnend mit Pienings Frühwerk als Grafiker der 68er-Generation.
Darstellungen von Polizisten und Demonstranten wichen in den kommenden Jahrzehnten zunächst Landschaften und abstrahierten Motiven von Dächern, Fenstern und anderen Alltagsgegenständen, in denen Menschen nur am Rande auftauchten. Ende der 80er-Jahre entdeckte Peter F. Piening dann endgültig die dritte Dimension für sich. So entstehen seit den 90er Jahren eigene kleine Welten von ganz eigenem Charme, die auf subtile Art und Weise ihren Kommentar abgeben zu unserer nur scheinbar so eindeutigen Welt. Wenn diese Objekte etwas Mehrdeutig-Widersprüchliches in sich haben, so ist dies ganz im Sinne des Künstlers. Peter F. Piening – augenscheinlich ist als Ausstellungstitel Programm. Selten hat es so viel Spaß gemacht, sich aufs Glatteis führen zu lassen.
11.3.-10.6., Eröffnung am 11.3., 11.30 Uhr, Museumsberg, Flensburg

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